Volksmusik

Volksmusik als musikalisches Genre, so denkt man vielleicht etwas oberflächlich, gibt es schon seit Jahrhunderten. Definiert wurde aber, zu mindestens der Begriff Volkslied, erst von Johann Gottfried Herder und der lebte von 1744 bis 1803. Traditionell war demnach diese Musik und mit einfacher musikalischer Begleitung. Das Volk sang diese Lieder gerne bei jeder passenden Gelegenheit, begleitet von regionaltypischen Instrumenten und mit klaren Texten, die jeder verstand. Dazu im Einklang wurden, bei entsprechenden Gelegenheiten, zu diesen Liedern Tänze aufgeführt und von Generation zu Generation überliefert und weiter entwickelt. Jeder kann sich sicherlich noch daran erinnern, dass er während der Schulzeit sehr oft mit Volksliedern in Berührung kam. Zu jeder Zeit bestand ein regionaler Bezug bei den Liedtexten, der oft verbunden war mit der landestypischen Sprache sowie den dazu passenden Musikinstrumenten.

Verständliche und vor allem einprägsame Texte hatte Volksmusik immer, da sie viele Menschen zum Hören inspirieren und zum Mitsingen dieser Musik animieren sollte. Die Texte sollen Fröhlichkeit verbreiten, ablenken von den alltäglichen Problemen und einen gewissen Regionalstolz zum Ausdruck bringen. Das ist international auch heute noch in jedem Land so und in Deutschland wird diese Musikrichtung regional sehr gepflegt, betrachten wir nur beispielsweise die traditionellen volkstümliche Musik aus Norddeutschland, Bayern oder aus dem Rheinland.

Dieses Musikgenre ist sehr gut dafür geeignet, beim Zuhörer gute Laune zu erzeugen und die Alltagsprobleme, zu mindestens für eine Zeit in den Hintergrund treten zu lassen. In den letzten Jahren erlebte diese Musikrichtung eine wahre Renaissance und steht selbst bei der jungen Generation ganz hoch in der Gunst. Sie drückt Geselligkeit und Lebensfreude aus, ist einfach in der Art und nachvollziehbar, aber dennoch nicht unbedingt in dem Verdacht, altbacken zu sein. Volksmusik ist keinesfalls oberflächlich, die Komponisten und Texter haben dem Volk eben "nur auf´s Maul geschaut" und treffen damit den Nerv ihrer Fans. Durch die Einfachheit der Texte und der Melodien eignet sich diese Musik zum Mitsingen bei allen Gelegenheiten. Sie ist tanzbar und auch hoffähig geworden in Diskotheken, darunter auch in solchen, die von jüngerem Publikum frequentiert werden.

Remix der volkstümlichen Musik

Auch die Interpreten der volkstümlichen Musik gehen in den letzten Jahren neue Wege und überraschen ihr Publikum mit einem Remix von älteren Titeln, die vokal und instrumental elektronisch aufgepeppt wurden. Typische Vertreter hierfür sind unter anderem Heino, DJ-Ötzi und selbst die sonst eher konservativen Fischer-Chöre haben sich auf diesem Gebiet erfolgreich versucht. Damit kommt man dann auch ganz schnell an die Grenze zum Schlager, teilweise sogar auch bis zur Popmusik. Wie so oft, gerade im künstlerischen Bereich, vermischen sich hier die Konturen verschiedener Genres untereinander. Für den einen ist es eben Volksmusik und für den anderen ein Schlager - aber egal, wenn es nur gefällt.